Besser sehen und hören

Das Tor zur Welt

Von Nadine Effert · 2016

Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten – das sind die fünf klassischen Sinne, mit denen wir Menschen ausgestattet sind. Mit unseren Sinnesorganen – den Augen und Ohren, der Nase, Zunge und Haut – nehmen wir Eindrücke und Reize aus der Umwelt wahr.

Und Wahrnehmungen lösen positive und negative Emotionen und Erinnerungen aus. Freude, wenn wir im Frühling die Krokusse sprießen sehen oder den Song beim ersten Kuss im Radio hören. Das Gefühl von Wohlbefinden, wenn uns jemand sanft mit der Hand über den Kopf streichelt, oder der Duft von frischem Apfelkuchen uns an unsere Kindheit erinnert. Gleiches gilt für negative Empfindungen und Verknüpfungen mit der Vergangenheit. Verantwortlich hierfür ist unser Gehirn, das permanent damit beschäftigt ist, die Nervensignale der Sinnesorgane zu verarbeiten: So ist allein etwa 40 Prozent der Hirnrinde mit der Verarbeitung der Signale von etwa 125 Millionen Sinneszellen pro Auge und mit der Steuerung der Augenbewegungen zugange. Wir sehen oder hören also streng genommen nicht mit dem Auge oder Ohr, sondern mit dem Gehirn. Doch ist das komplexe Denkorgan regelrecht aufgeschmissen, wenn zum Beispiel die Übertragung der Signale gestört ist – etwa weil Teile der Netzhaut im Auge oder die feinen Sinneshärchen im Ohr beschädigt sind.

Quelle: IfD Allensbach, Statista 2015