Training für Augen und Ohren

Hilfe zur Selbsthilfe

Von Alexandra Grossmann · 2018

Schlechtes Sehen oder Hören kann uns im Alltag schwer beeinträchtigen. Doch Hilfe kommt nicht nur von Hörgeräten und Brillen. Wer mit Hörhilfen intensiv trainiert oder die Augen mit Übungen kräftigt und entspannt, kann viel für den Erhalt der Sinneswahrnehmungen tun.

Frau liegt mit dem Arm über den Augen. Auf dem Arm sind geschlossene Augen aufgemalt.
Die Augen finden Entspannung bei Ruhe und Dunkelheit.

Sehen und hören zählen zu unseren wichtigsten Sinnesempfindungen, doch leider lassen beide Fähigkeiten durch eine Erkrankung oder im Lauf der Zeit einfach nach. Plötzlich merken wir, dass wir immer öfter nachfragen müssen, was jemand gesagt hat oder unser Arm immer länger wird, wenn wir etwas lesen wollen. Gut ist es dann, das leidige Thema nicht lange herauszuschieben: Beide Fähigkeiten können trainiert werden.

Die schlechte Nachricht zuerst: Wenn das Gehör selbst an Leistungsfähigkeit abnimmt, ist dies nicht heilbar. Es gibt zahlreiche Gründe für vorübergehende Schwerhörigkeit, etwa durch einen Propf Ohrschmalz, eine Entzündung im Gehörgang oder einen Riss des Trommelfells, die in aller Regel heilbar sind. Kommt es aber zu Komplikationen, kann ein dauerhafter Hörschaden bleiben, der ebenso irreversibel ist wie ein Hörschaden durch zu laute Musik oder altersbedingte Schwerhörigkeit. Hier zeigt sich die Schädigung zunächst bei hohen Frequenzen. 

Training: Das Gehirn muss sich umgewöhnen

Schon bei beginnender Hörschwäche ist ein Hörgerät zu empfehlen, denn das Gehirn muss sich an die Übertragung von Geräuschen gewöhnen und sie teils neu lernen. Beginnt diese Gewöhnung zu spät, kann das Gehirn die Informationen nicht mehr verarbeiten. Dazu gibt es von den Herstellern Hörtrainings mit zahlreichen Übungen, die das Richtungshören schulen, Nutz- und Störgeräusche unterscheiden helfen und das ursprüngliche Hörgefühl durch Reaktivierung von Hör­erfahrungen fördern.

Dem Nachlassen der Sehkraft lässt sich vorbeugen und man kann sie durch Übungen stärken. So steigt zum Beispiel die Fähigkeit, scharf und unscharf zu unterscheiden, wenn die entsprechende Muskulatur im Auge trainiert wird. Das geht, indem jeweils ein Auge mit einer Hand bedeckt wird und das offene Auge die freie Hand beobachtet, die sich fort und zurück bewegt. Wer dies regelmäßig übt, fördert so die Elastizität im Inneren des Auges.

Sanfte Bewegungen des Auges

Die meisten Übungen unterstützen die Beweglichkeit des Auges selbst. Beim sogenannten Augenyoga kreisen in einer aufrechten, bequemen Sitzposition Hals und Kopf, aber auch die Augen gleichmäßig in verschiedene Himmelsrichtungen. Wichtig ist hier, die Augen stets geschlossen zu halten und die Bewegungen sanft und gleichmäßig zu vollführen, sodass gleich häufig in jede Richtung gedreht wird. Eine andere Trainingsmethode funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip: Mit geschlossenen Augen, wie beim vorherigen Beispiel, soll sich eine imaginäre Uhr im frontalen Sichtfeld vorgestellt werden. Der Blick folgt nun dem Ziffernblatt mehrmals erst in die eine, dann in die andere Richtung.

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