Leben erleben

Immer den Durchblick behalten

Von Wiebke Toebelmann · 2014

Sie sind unsere ständigen Wegweiser und Begleiter: unsere Augen und Ohren. Denn sie verarbeiten Reize, die überall auf uns einprasseln, sei es bei der Arbeit, im Straßenverkehr oder auch bei der Betreuung unserer Kinder. Die Welt ist voll von Informationen, die durch Sehen und Hören wahrgenommen werden.

Die Zeiten sind vorbei, in denen Sehprobleme als Makel empfunden werden – und auch Schimpfwörter wie „Brillenschlange“ werden zunehmend zur Seltenheit. Eine positive Entwicklung, die sicherlich auch mit der riesigen Auswahl an ansprechenden, leichten und bequemen Brillendesigns zu tun hat. Bereits seit 1952 erstellt das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Kuratoriums Gutes Sehen e.V. alle drei Jahre Erhebungen zum Sehbewusstsein der Deutschen. Das letzte Ergebnis von 2012 belegt, wie frappierend sich das Selbstverständnis diesbezüglich gewandelt hat: Mehr als 40 Millionen Deutsche tragen eine Brille, also fast zwei Drittel aller erwachsenen Bundesbürger. Doch nicht nur ältere Menschen korrigieren ihre Fehlsichtigkeit. Der Anteil der 20- bis 29-jährigen Brillenträger hat sich in den vergangenen 60 Jahren verdoppelt, denn 1952 trugen gerade einmal 13 Prozent dieser Altersgruppe eine Sehhilfe. Rund 3,4 Millionen Deutsche nutzen zudem Kontaktlinsen – Tendenz steigend. Tatsächlich ist es kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen ihrer Sehschwäche stellen – sind die technischen Innovationen auf dem Gebiet der Korrektur doch geradezu bahnbrechend. Angefangen mit der guten, alten Korrektionsbrille. Bei der maßgeschneiderten Herstellung der Gläser werden heutzutage kleinste Nuancen und Feinjustierungen berücksichtigt. Nicht zu vergessen die Fortschritte in der Bifokal-Schleifung, die fließende Übergänge der verschiedenen Sehzonen gewährleistet.

Anzahl der Personen in Deutschland, die Sehhilfen benutzen. Quelle: IfD Allensbach, 2013